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Ausstellung im Schaufenster der WerkstattGalerie "atelieracht"
zusammen mit Bertil Rehmann.

Die Arbeiten sind zu den Öffnungszeiten der Galerie zu sehen:
Donnerstag von 15 – 18 Uhr, Freitag und Samstag von 14 – 18 Uhr.
atelieracht, Schönbuchstraße 19, 72074 Tübingen-Bebenhausen
Ulrike Helmholz ist freischaffende Künstlerin.
Ihr Wirkungsfeld spannt sich von Musik, und hier mit dem Spezialgebiet Gesang, Performance, über bildende Kunst bis zur Lehrtätigkeit in all diesen Bereichen.
Basis für ihre künstlerische Arbeit und Sitz ihrer Schule ist das „Atelier Ulrike Helmholz“ in Tübingen.
Zusätzliche Erfahrungen im Theaterbereich, ausgedehnte Reisen in außereuropäische Länder und ein Japanologiestudium vertieften ihre langjährige Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Maske.
Der Beginn der Herstellung von Masken lag im Zeicheninstitut der Eberhard-Karls-Universität unter ihrem Lehrer Professor Martin Schmid.
Bertil Rehmann, aufgewachsen in Tübingen, absolvierte im Juni letzten Jahres sein Abitur.
Er ist seit Februar 2008 Schüler von Ulrike Helmholz.
Nach einigen Erfahrungen als Amateurschauspieler bereitet er sich momentan auf das Schauspielstudium vor. Auch im Bereich der bildenden Kunst und der Musik möchte er sich in Zukunft weiterbilden.
„Die Vorliebe der beiden Musiker zum „Realtime-Composing“ ließ sie sich auf der Bühne begegnen.
Die eigene und ausgefeilte Klangsprache des Wiener Trompeters Franz Hautzinger und das über viele Jahre entwickelte Stimmvokabular der Sängerin Ulrike Helmholz führen zu ungewöhnlichen musikalischen Dialogen, gefühlt und konsequent intellektuell durchdrungen. Räume von musikalische Poesie, Schärfe und Wildheit verdichten sich zu Kompositionen.
Zudem machen sich beide moderner technischer Möglichkeiten der zeitgenössischen Musik live zunutze. Hautzinger arbeitet bewusst mit den Klangmöglichkeiten ausgefeilter Mikrophonierung und Helmholz verlässt die herkömmliche Rolle der Sängerin, indem sie live die Effektierung ihrer Stimme bestimmt und gleichzeitig Soundtracks beisteuert.
Intuition und Bewusstheit paaren sich zu eigenwilligen Balanceakten.“

improvising band, see link above.
„Rinderschlitzen“ in Stuttgart im November 2008
Die Klimakatastrophe findet
nicht statt. Nicht bei uns. Für den Fall dass Orkane das Land überziehen, gibt
es Troubleshooter - Einsatzkräfte, die die Normalität wieder herstellen. Privatpolizist
Kolb ist einer von ihnen. Ausnahmezustände sind sein Element. Als er seinen
Halbbruder Gerald wiedertrifft, eskaliert ein alter Konflikt, denn Gerald
gehört den Ökofundamentalisten an. Gerald fordert den Halbbruder heraus, ein
Attentat auf dessen Vorgesetzten zu begehen, der für die Emissionskontrollen
verantwortlich ist. Der Streit eskaliert, Schüsse fallen, Gerald stirbt. Der
Vorgesetzte wird Kolb "abschieben".
Hier setzt die Handlung ein. Kolb sieht sich von allen verlassen, lediglich
eine Gestalt ist in seiner Nähe, die Züge des Waldgottes Pan trägt. Aus dem
Nebeneinander zwischen Kolb und Pan entsteht ein atmosphärisches Gemälde aus
Kolbs Erzählung und Pans musikalischen Figuren, belebt durch Pans magisches
Vorwegnehmen und Wiederkäuen von Motiven der Geschichte.
Photo von Rüdiger Schestag, Robert Atzlinger
Konzeption / Text: Robert Atzlinger
Regie / Raum: Bernhard Eusterschulte
Spiel: Robert Atzlinger, Ulrike HelmholzSoundregie: Ralf Meinz, Pit Schmidt
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"salt and bread" (voice and movement performance).
tejo janssen (dance, voice), ulrike helmholz (voice, dance, sounds) and ralf meinz (electronic treatment, sound)

this performance was played at "sudhaus" tuebingen (ger) and at the "bimhuis" amsterdam (nl).
Salz und Brot
oder
das berühmte Blatt im Wind gehorcht auch Gesetzen
Eine Sängerin, die singt und ihren Körper bewegt und ein Tänzer, der tanzt und dessen Stimme hörbar wird.
Eine Geschichte, die nie fertig geschrieben sein wird, denn ihr Entstehen und Vergehen ereignet sich in der Improvisation.
Es geht um einen unbeendbaren Prozess der Erforschung, nicht um vorweg festgelegte, fiktive Figuren.
Vielleicht erscheint es, als schaute man einer nicht mehr jungen Frau zu, eigenwillig geschmückt, wie für eine Festlichkeit in einer eigenen Welt. Wir schauen ihr zu, einem weiblichen Wesen mit Geschichte, scheinbar verstrickt in zwingende Handlungsgeflechte, die scheinbar ausgeführt werden müssen, die dem Betrachter fremd erscheinen und nicht vorhersehbar und nicht einkalkulierbar sind.
Eine offenbar männliche Gestalt, gerne mit Bewegungen von leichter Harmonie, gesellt sich dazu. Statt eines eigenen Gesichts ist sie ausgestattet mit einer Maske, wie ein Vexierbild des Antlitzes seiner Bühnenpartnerin. Ist er ein Schattengeist, ein Spiegel, verdeckter Widerpart, männliche Ergänzung oder lächelndes Versteckspiel?
Beide Spieler haben sich entschieden, sich ihren Erfahrungen auszusetzen.
Solch ein Prozess ist nicht kontrollierbar, die Empfindungen verändern sich irritierend, möglicherweise auch die Wahrnehmung des eigenen Ichs.
Beide Akteure möchten das Salz der Klarheit kosten. Sie brechen und schmecken das Brot der persönlichen und kulturellen Erinnerung.
Brot und Salz auch als Willkomm für die Aufführungsgäste.